Pimpinone oder die ungleiche Heyrath

Intermezzo von Georg Philip Telemann in drei Akten. (1725).

Libretto von Praetorius.

  • Zwei Sänger (Sopran, Bariton) und eine Erzählerin.
  • Dauer: 50 Minuten. Drei Akte.
  • Die Arien werden teilweise auf Italienisch gesungen, die Rezitative auf Deutsch. Dies ist original so konzipiert, da Italienisch als die Sprache der Musik und vor allem der Oper galt. Die Rezitative, in denen sich die Handlung entwickelt, wollte man aber für das deutsche Publikum verständlich machen.
 
Synopsis

Das witzige Intermezzo Pimpinone handelt von der pfiffigen Raumpflegerin Vespetta und dem langjährigen Junggesellen Pimpinone. Sie will einen Job finden, um sich einen Brautschatz zusammenzusparen, er will eine nette Frau im Haus haben. Um so besser, dass Pimpinone nicht nur ein guter Arbeitsgeber, sondern auch ein ganz passabler Heiratskandidat ist.

Im zweiten Teil putzt Vespetta also was das Zeug hält um auf diese Weise Pimpinone um den Finger zu wickeln. Er hält prompt um ihre Hand an.

Im dritten Akt bereut er die Heirats bereits sehr. Denn Vespetta putzt sich selber anstatt die Wohnung und der Putzteufel sich in eine anspruchsvolle Society-Dame verändert, die alleine ausgehen möchte um sich mit ihren Freundinnen zum Kaffeeklatsch oder im Theater zu treffen. Ihr Argument: als Putzfrau musste sie Pimpinone gehorchen, aber als Ehefrau hat sie ein Recht auf ihre Freiheit. Vespetta ist somit die erste emanzipierte Opernfigur!

Telemann hatte übrigens selber eine Frau, mit der er sich immer schrecklich stritt und die ihn nach der Geburt des neunten Kindes verlies um mit einem schwedischen Offizier durchzubrennen!

Die Künstler

  • Vespetta (Sopran) Antonietta Jana
  • Pimpinone (Bariton) Joachim Herrmann
  • Regie: Claudia Christern
  • Pianist: Joachim Hess